Die 10 besten Skigebiete in Vermont
Vermont ist nicht das größte amerikanische Skibundesland, und es ist auch nicht das höchste. Was Vermont hat, ist Charakter: alte Bergdörfer mit Kirchturmspitzen und Holzhäusern in Neuengland-Tradition, eine Skitradition die bis in die 1930er-Jahre zurückreicht, und einen Terraincharakter, der sich fundamental von den westlichen Rocky-Mountain-Resorts unterscheidet. Die Berge sind dichter bewaldet, die Vertikalen kürzer, die Stimmung östlicher. Vermont hat Boston, New York und Montreal als Einzugsgebiete und leidet im Winter gelegentlich unter wechselhaftem Wetter – Regen auf 1.000 Metern ist eine reale Möglichkeit. In einem guten Jahr jedoch – mit kaltem, trockenem Nordwind und gutem Schneefall – ist Vermont ein vollständig anderes Skiparadies als der Westen.
1. Stowe Mountain Resort, Stowe
Stowe ist das ikonischste Skigebiet in Neuengland. Mount Mansfield (1.339 Meter), der höchste Punkt Vermonts, und der benachbarte Spruce Peak bilden das Gebiet mit insgesamt rund 485 Hektar Terrain. Das Herzstück ist die Front Four: Starr, National, Liftline und Goat – vier nebeneinander verlaufende schwarze Steilhänge, die Anfang der 1960er-Jahre angelegt wurden und noch heute zu den anspruchsvollsten Pisten Neuenglands gehören. Der Snowdonia-Bereich auf Spruce Peak ist für Familien ideal. Stowe Town ist eines der meistfotografierten Orte Vermonts; die Covered Bridges, das weiße Kirchturmjuwel und die lokalen Brauereien machen den Ort weit über die Skisaison hinaus attraktiv. Nächster Flughafen: Burlington (56 Kilometer).
2. Killington, Killington
Killington ist das größte Skigebiet in Neuengland, mit sechs verbundenen Bergen und rund 600 Hektar Terrain. Das Killington Peak auf 1.293 Metern ist der zweithöchste Punkt Vermonts. Das Gebiet ist bekannt für eine der längsten Skisaisonen in den USA: von Mitte Oktober – oft als erstes Skigebiet Nordamerikas in der Saison – bis Mai; Killington nutzt eine der umfangreichsten Beschneiungsanlagen des Kontinents. Superstar Bowl ist für anspruchsvollen Mogulski bekannt; Cascade und Bittersweet sind perfekte Intermediate-Cruiser; Snowdon bietet gutes Familiengelände. Das Après-Ski auf der Killington Road ist berühmt – oder berüchtigt, je nach Geschmack – für seine ausgelassene Partyszene. Boston liegt 2,5 Stunden entfernt.
3. Sugarbush, Warren
Sugarbush liegt im Mad River Valley und gilt unter Eingeweihten als Vermonts bestes Skigebiet für Terrain-Qualität und Atmosphäre. Die zwei verbundenen Berge Lincoln Peak und Mount Ellen bieten rund 480 Hektar; Castlerock Basin – ein historisch erschlossenes, spartanisch mit Anlagen ausgestattetes Hochtal – ist für Powder und Steilgelände berühmt. Sugarbush hat eine treue, alteingesessene Stammklientel; der Ort Warren ist kleiner und weniger touristisch als Stowe oder Manchester. Die Mad-River-Valley-Region ist für ihre Kunstszene bekannt; das General Store in Waitsfield gehört zu den schönsten Neuengland-Einkehrmöglichkeiten. Nächster Flughafen: Burlington (80 Kilometer).
4. Jay Peak, Jay
Jay Peak liegt ganz im Norden Vermonts, unweit der kanadischen Grenze, und hat das verlässlichste Schneedefizit in Neuengland. Der Tram-Erreichungsweg auf den Jay Peak (1.214 Meter) gibt einen Eindruck von der Wildheit des Gebiets. Das Terrain umfasst rund 385 Hektar; der Glade-Anteil – naturbelassene Waldabfahrten – ist ungewöhnlich hoch für ein Ostküstenresort. Jay Peak empfängt direkten Orkan-Schneefall aus dem Sankt-Lorenz-Tal und dem nördlichen Atlantik; in manchen Jahren fallen bis zu 900 Zentimeter. Das Resort hat eine starke frankophone Tradition durch die Nähe zu Montréal (95 Kilometer); das Après-Ski ist entsprechend bilingualer Natur. Die Infrastruktur ist einfacher als in Stowe, aber der Schnee macht alles wett.
5. Stratton Mountain, Stratton
Stratton Mountain ist das schickste Skigebiet Vermonts und das nächstgelegene Weltklasse-Resort für New-York-Besucher – etwa drei Stunden aus Manhattan. Das Gebiet bietet rund 400 Hektar zwischen 640 und 1.155 Metern. Stratton hat historische Bedeutung für den amerikanischen Snowboard-Sport: Jake Burton Carpenter begann hier seine erste Snowboardschule in den frühen 1980er-Jahren. Das Village am Fuß des Berges ist gepflegt und mit guten Restaurants und Unterkünften ausgestattet; die Atmosphäre ist etwas städtischer als in anderen Vermont-Orten. Die Seilbahn bietet schnellen Zugang zum Gipfelbereich; North Bowl ist das anspruchsvollste Terrain.
6. Okemo Mountain, Ludlow
Okemo ist das familienfreundlichste Skigebiet Vermonts und bekannt für seine makellos gepflegten Pisten. Das Gebiet zwischen 422 und 1.144 Metern bietet rund 280 Hektar; die Pistenpflege gilt als Maßstab in Neuengland. Okemo hat einen großzügigen Anfängerbereich und ein gut entwickeltes Kinderskiprogramm; für Families mit Kindern unter 12 Jahren ist Okemo oft die erste Wahl. Das Resort investiert kontinuierlich in Beschneiung und hat damit eine der verlässlichsten Saisonen in Vermont. Ludlow ist ein kleines, schönes Neuenglandstädtchen; Springfield, Vermont liegt 20 Kilometer entfernt. Boston ist 2,5 Stunden entfernt.
7. Mad River Glen, Waitsfield
Mad River Glen ist eine Legende: das einzige Skigebiet in Nordamerika, das sich im Gemeinschaftsbesitz seiner Skifahrer befindet (Genossenschaft seit 1995) und das Snowboardverbot bis heute aufrechterhalten hat. Das Single-Chair-Liftssystem – ein historischer Einzelstützlift aus dem Jahr 1948, der bis heute in Betrieb ist – erschließt 115 Hektar wildes, ungestörtes Terrain. Mad River Glen wird von Fans wegen seiner Absicht kultiert, das Skifahren zu bewahren, wie es einmal war: roh, uncompromised, mit Geländetreue statt Groomingmaschinen. Pandora's Box und Paradise sind berüchtigte Steilhänge; der Schnee liegt tief und unberührt. Nichts für Anfänger, aber unvergesslich für Kenner.
8. Burke Mountain, East Burke
Burke Mountain im Northeast Kingdom – Vermonts wildester und am wenigsten besiedelter Ecke – ist bekannt als Kaderschmiede des amerikanischen Skisports. Das gebiet zwischen 460 und 1.062 Metern bietet rund 210 Hektar; das Burke Mountain Academy, eine der renommiertesten Skisportschulen der USA, ist hier beheimatet. Das Terrain ist auf beiden Seiten des Berges zugänglich; die Ostseite mit langen, moderaten Pisten für Familien, die Westseite mit steilerem Expertengelände. Burke Mountain ist ruhig, günstig und weit ab vom kommerziellen Trubel. Das Northeast Kingdom ist eine der schönsten Regionen Vermonts; St. Johnsbury ist die nächste größere Stadt. Boston liegt 3 Stunden südlich.
9. Bromley Mountain, Manchester Center
Bromley ist das sonnigste Skigebiet Vermonts – die Haupthänge liegen nach Süden und fangen nachmittags gutes Licht ein. Das Gebiet bietet rund 180 Hektar zwischen 620 und 1.077 Metern; das Terrain ist auf Einsteiger und Familien ausgerichtet. Bromley ist bekannt für sein Kinderprogramm und gilt als eines der besten Skigebiete in Neuengland für den ersten Skikurs. Manchester Center, eine der schicksten Einkaufsstädte Vermonts (Factory Outlets der Luxusmarken) liegt 22 Kilometer entfernt. Stratton Mountain ist 20 Minuten entfernt, was eine Kombination beider Gebiete bei einem längeren Aufenthalt lohnenswert macht.
10. Bolton Valley, Bolton
Bolton Valley liegt auf einer Höhe, die in Vermont ungewöhnlich ist: Die Basis liegt bereits auf 1.050 Metern, der Gipfel auf 1.250 Metern. Das erhöht die Schneesicherheit erheblich; Bolton kann in Jahren mit warmem Regen auf niedrigen Lagen oft noch gute Verhältnisse bieten. Das Gebiet umfasst rund 165 Hektar und ist für ein Vermont-Gebiet ungewöhnlich gut für Frühaufsteher: Vor-Liftöffnungs-Aufstieg und Backcountry-Zugang sind aktiv gefördert. Die Atmosphäre ist entspannt und etwas alternativ; Burlington liegt 32 Kilometer westlich und bietet mit der University of Vermont eine studentisch geprägte Stadtkultur.
Saison, Anreise und Skipässe
Vermonts Skisaison beginnt typischerweise Mitte November – Killington oft schon früher dank Beschneiung – und endet Ende März oder April. Das Wetter ist in Neuengland launischer als im Westen: Regen ist möglich, aber auch außergewöhnliche Neuschnee-Events aus dem Atlantik. Tagestickets kosten zwischen 80 und 150 US-Dollar; Killington, Stowe und Sugarbush sind die teuersten. Epic Pass umfasst Stowe; Ikon Pass umfasst Sugarbush. Die meisten Vermont-Skigebiete akzeptieren Ikon Pass. Wichtigster Flughafen ist Burlington International; New York (JFK, Newark) und Boston Logan sind 3 bis 3,5 Stunden entfernt. Karte öffnen, um alle Skigebiete Vermonts zu entdecken.