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Die 10 besten Skigebiete in der Schweiz

Die Schweiz ist das Mutterland des alpinen Skisports. Was 1865 in Davos mit ersten touristischen Skitouren begann, hat sich zu einem Netz von weltklassigen Skigebieten entwickelt, das seinesgleichen sucht. Schweizer Skigebiete sind teurer als ihre österreichischen oder französischen Pendants, aber sie liefern in der Regel auch, was der Preis verspricht: erstklassig gewartete Liftanlagen, tadellos gepräparierte Pisten, makellose Hütten und eine Präzision im Betrieb, die typisch schweizerisch ist. Die Höhenlage ist ein weiterer Faktor: Viele Gebiete sichern Skifahren bis auf 3.000 Meter und mehr, was die Schneesicherheit selbst in warmen Wintern garantiert. Wer eine Woche investiert und das Budget hat, findet in der Schweiz die vollständigsten Bergwinter-Erlebnisse Europas.

1. Zermatt, Wallis

Zermatt ist eines der wenigen Skigebiete der Welt, die legitim als unübertrefflich bezeichnet werden können. Das autofreie Dorf zu Füßen des Matterhorns liegt auf 1.620 Metern, und die Pisten reichen auf das Klein Matterhorn auf 3.883 Metern – Europas höchste Sommerskistation. Das Skigebiet umfasst über 360 Kilometer markierter Pisten, verteilt auf den Zermatter Sektor, den Rothorn-Sektor und die Verbindung ins italienische Cervinia, die mit einer einzigen Karte erschlossen wird. Die schwarzen Hänge des Nationalparkgebiets sind weltberühmt, die roten Abfahrten ins Dorf lang und befriedigend, und die Freeride-Möglichkeiten auf den hochalpinen Gletschern schier endlos. Zermatt ist ganzjährig geöffnet, was es zum einzigen echten Ganzjahreskigebiet der Alpen macht. Die Unterkünfte reichen vom charmanten Gasthof bis zum Luxushotel mit Haubenrestaurant. Beste Reisezeit: Januar bis März.

2. Verbier, Wallis

Verbier ist das Paradies der Freeskier und Freerider Europas. Das Dorf liegt auf 1.500 Metern in den Waadtländer Alpen und gehört zum Verbund der Quatre Vallées, dem größten Skigebiet der Schweiz mit über 400 Kilometern Pisten. Der Gipfel Mont-Fort auf 3.330 Metern bietet Abfahrten, die zu den anspruchsvollsten der Alpen zählen. Der Extreme Verbier Contest, ein jährlicher Freeriding-Wettbewerb, macht das Offpiste-Gelände rund um die Steilwände des Mont-Fort weltberühmt. Für weniger erfahrene Skifahrer bieten die mittleren Sektoren Ruinettes und Attelas ausgezeichnete rote und blaue Hänge. Verbier hat eine kosmopolitische Atmosphäre, und das Nachtleben in den Après-Ski-Bars gilt als eines der besten der Alpen.

3. St. Moritz, Graubünden

St. Moritz ist der Prototyp des Luxusskiresorts und erfand den Wintertourismus buchstäblich: Der Hotelier Johannes Badrutt wettete 1864 mit englischen Gästen, dass das Engadin im Winter genauso angenehm sei wie im Sommer – und gewann. Das Skigebiet umfasst fünf separate Sektoren – Corviglia, Corvatsch, Diavolezza, Lagalb und Zuoz – mit zusammen über 300 Kilometern Pisten. Die Pisten auf Corviglia von 2.486 Metern sind für ihre exzellente Präparation und Übersichtlichkeit bekannt. St. Moritz richtet regelmäßig FIS-Weltcuprennen aus, und der Cresta Run – eine einzigartige Rodelbahn aus Eis – ist für echte Alpinisten eine zusätzliche Attraktion. Das Dorf selbst ist Schaufenster für Luxusuhren, Haute Couture und Gourmetrestaurants.

4. Davos, Graubünden

Davos Klosters ist das größte Skigebiet der Schweiz und bietet fünf separate Berggebiete mit über 300 Kilometern markierter Pisten. Parsenn ist das Herzstück: die lange Abfahrt von Weissfluhjoch auf 2.844 Meter nach Kublis im Tal ist über zwölf Kilometer lang und zählt zu den schönsten Pistenabfahrten der Alpen. Jakobshorn auf der anderen Talseite ist das Snowboard-Mekka des Gebiets mit einem der renommiertesten Terrain-Parks der Schweiz. Pischa bietet abseitsige Verhältnisse und Pulverschnee bei wenig Betrieb. Das Stadtzentrum von Davos ist urbaner als andere Skiresorts, bekannt für das Weltwirtschaftsforum – was dem Ort eine bestimmte Ernsthaftigkeit verleiht, die nicht jedem liegt, dem Skifahrer aber reichlich Hotels und Restaurants in allen Preisklassen bietet.

5. Saas-Fee, Wallis

Saas-Fee liegt in einem der imposantesten Talkessel der Alpen, umgeben von dreizehn Viertausendern. Das autofreie Dorf auf 1.800 Metern erschließt ein Gletscherskigebiet, das auf dem Feegletscher bis auf 3.600 Meter reicht und ganzjährig befahrbar ist. Das markierte Pistenangebot umfasst rund 100 Kilometer, aber die Qualität des Terrains – tiefe, gut beschattete Nordhänge, die Pulverschnee konservieren – übertrifft die Quantität. Das Kabinenbahnnetz ist modern und effizient. Saas-Fee hat einen anderen Charakter als Zermatt: weniger mondän, ruhiger, mehr auf die Berge fokussiert. Die Unterkunftspreise sind moderat für Wallis-Verhältnisse, und das Dorf hat eine gemütliche, einladende Atmosphäre.

6. Crans-Montana, Wallis

Crans-Montana liegt auf einem Hochplateau des Mittelwallis auf 1.500 Metern und bietet einen einzigartigen Weitblick über das Rhonetal bis zu den Walliser Alpen. Das Skigebiet reicht auf den Bella Lui auf 2.927 Meter und umfasst rund 140 Kilometer Pisten, mit einem guten Anteil breiter, sonniger roter Hänge. Crans-Montana ist bekannt als Austragungsort des FIS-Weltcup-Riesenslaloms und der Abfahrt der Damen. Das Doppeldorf hat eine lebendige Après-Ski-Szene und ein gutes Angebot an Golfhotels, die im Sommer reguläre Golfgäste und im Winter Skifahrer aufnehmen. Die Orientierung Richtung Süden bedeutet viel Sonne, aber auch schnellere Schneealterung im Frühjahr.

7. Grindelwald / Jungfrau Region, Berner Oberland

Die Jungfrau Region verbindet Grindelwald, Wengen und Mürren in einem der spektakulärsten Bergpanoramen Europas. Das Jungfraujoch auf 3.454 Metern – der höchste Bahnhof Europas – ist ein Meilenstein der alpinen Technikgeschichte. Das zusammenhängende Skigebiet bietet über 200 Kilometer Pisten, wobei die lange Abfahrt vom Männlichen nach Grindelwald und die steilen Couloirs von Mürren Schilthorn zu den Höhepunkten zählen. Wengen und Mürren sind autofreie Dörfer auf der Sonnenterrasse über dem Lauterbrunnental – das Lauterbrunnental selbst, mit seinen 72 Wasserfällen, ist ein Naturwunder auch im Winter. Die Eiger-Nordwand überragt alles und gibt dem Skigebiet einen Ernst, der bei kaum einem anderen Resort der Welt zu finden ist.

8. Laax, Graubünden

Laax ist die Freestyle-Hauptstadt der Schweiz und Heimat des Laax Open, eines der wichtigsten Freestyle-Wettbewerbe im Slopestyle und Halfpipe-Bereich weltweit. Das Gebiet, auch bekannt als Weisse Arena oder Flims Laax Falera, erstreckt sich von 1.100 bis 3.018 Metern und bietet über 220 Kilometer Pisten. Der Terrain-Park in Laax gilt als der beste der Schweiz und einer der besten Europas überhaupt. Für konventionelle Skifahrer bieten die breiten, gut präparierten Hänge rund um den Vorab-Gletscher ausgezeichnete Carving-Möglichkeiten. Das Design-Hotel Rocksresort im Tal zieht eine junge, internationale Gästestruktur an, die Laax einen modernen, urbanen Charakter gibt.

9. Andermatt, Uri

Andermatt hat sich in den vergangenen Jahren zu einer der aufregendsten Wachstumsgeschichten im Schweizer Skisport entwickelt. Das Gebiet liegt im Urserental auf 1.444 Metern und wurde durch massive Investitionen des ägyptischen Unternehmers Samih Sawiris von einem Geheimtipp zu einem vollständigen Luxusresort ausgebaut. Das Skigebiet Andermatt-Sedrun-Disentis umfasst seit der Verbindung mit Sedrun und Disentis über 180 Kilometer Pisten auf einer Höhe bis 3.000 Meter. Die schwarzen Hänge unter dem Gemsstock sind für Fortgeschrittene eine der anspruchsvollsten Optionen der Schweiz. Andermatt liegt an der Gotthardpassroute und ist sowohl von Zürich als auch von Mailand in unter zwei Stunden erreichbar.

10. Engelberg, Obwalden

Engelberg liegt im Kanton Obwalden und ist der nächste Gletscherpunkt von Zürich aus – das Titlis-Plateau auf 3.028 Metern ist in rund anderthalb Fahrstunden erreichbar. Das Skigebiet umfasst rund 82 Kilometer Pisten und ist bekannt für seinen verlässlichen Pulverschnee auf der Nordseite des Titlis. Der 360-Grad-Rotair – eine rotierende Kabine auf dem letzten Stück der Titlisbahn – ist ein Erlebnis für sich. Engelberg hat einen ausgezeichneten Ruf für Freeriding, insbesondere im Bereich Laub und Galtiberg, wo steile, schneegesättigte Nordhänge nach Schneefällen außergewöhnliche Verhältnisse bieten.

Praktische Informationen

Die Schweizer Skisaison läuft von Dezember bis April, in Gletschergebieten wie Zermatt und Saas-Fee das ganze Jahr. Haupteinstiegspunkte sind Zürich (für Davos, Laax, Andermatt, Engelberg), Genf (für Verbier, Crans-Montana, Zermatt) und Mailand (für Zermatt, Andermatt). Das Bahnnetz ist hervorragend und erreicht fast alle Skigebiete direkt. Tageslifte kosten zwischen 70 und 100 Schweizer Franken, Wochenpässe entsprechend mehr. Swiss Snow kauft mehrere Gebiete gebündelt. Alle Schweizer Skigebiete mit Pistenöffnungen und Schneehöhen finden Sie auf unserer interaktiven Karte öffnen.