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Die 10 besten Skigebiete in den Österreichischen Alpen

Die Österreichischen Alpen sind die Heimat des modernen alpinen Skisports. Kein anderes Land der Welt hat so viele Weltcupsieger hervorgebracht, so viele klassische Abfahrten beherbergt und so konsequent die Infrastruktur des Skisports perfektioniert wie Österreich. Von den Vorarlberger Bergen im Westen bis zum steirischen Salzkammergut im Osten verteilen sich Hunderte von Skigebieten, die in ihrer Gesamtheit ein Pistennetz von unvergleichlicher Dichte bilden. Was die besten österreichischen Skigebiete auszeichnet, ist die Kombination: technisch ausgereifte Pistenmaschinen und Liftsysteme, authentische Hüttentradition mit Kaiserschmarrn und Glühwein, und eine Offpiste-Kultur, die in den letzten zwanzig Jahren erheblich gewachsen ist. Die Saison läuft in den Hauptgebieten von Dezember bis April, in Gletschergebieten wie Sölden und Stubai das ganze Jahr.

1. Arlberg (St. Anton, Lech, Zürs), Vorarlberg / Tirol

Der Arlberg ist das größte zusammenhängende Skigebiet Österreichs und gilt vielen als das beste der Welt. St. Anton, Lech, Zürs, Stuben und Zürs sind durch ein gemeinsames Liftsystem verbunden, das über 300 Kilometer markierter Pisten auf einer Höhe von 1.304 bis 2.811 Metern erschließt. Die Abfahrt vom Valluga auf 2.811 Meter ist eine der berühmtesten der Alpen, und das gesamte Gebiet ist ein Mekka für Freerider, die im Arlberg-Powder die anspruchsvollsten Offpiste-Touren der österreichischen Alpen finden. St. Anton ist für sein pulsierendes Après-Ski bekannt – das Mooserwirt und das Heustadl sind Legenden des alpinen Nachtlebens. Lech und Zürs auf der anderen Seite bieten gepflegte Ruhe und eines der besten Guiding-Angebote der Alpen für Freerider. Beste Reisezeit: Januar und Februar.

2. Kitzbühel, Tirol

Kitzbühel ist mehr als ein Skigebiet – es ist ein Symbol. Die Hahnenkammabfahrt, alljährlich Mitte Januar ausgetragen, ist das legendärste Skirennen der Welt, und das Streiflicht, mit einem Startgefälle von 85 Prozent, ist ein Prüfstein für die Mutigsten des Weltcups. Das Skigebiet umfasst rund 200 Kilometer Pisten auf einer Höhe von 760 bis 2.000 Metern und verbindet über eine Brücke auch das benachbarte Skigebiet Kitzbüheler Alpen SkiWelt. Das mittelalterliche Städtchen Kitzbühel zu Füßen der Hahnenkammbahn ist eines der schönsten Skiresort-Zentren der Welt, mit Boutiquen, Gourmetrestaurants und einer Après-Ski-Szene, die das ganze Jahr über berichtet wird. Die Pisten sind nicht die steilsten Österreichs, aber die Kombination aus Geschichte, Charme und Weltklasse-Infrastruktur ist unübertroffbar.

3. Ischgl, Tirol

Ischgl ist das internationale Party-Skigebiet schlechthin und zieht jedes Jahr Hunderttausende von Gästen aus ganz Europa in das Paznauntal. Das Skigebiet erstreckt sich von 1.377 bis 2.872 Metern und ist über die Idalpe mit dem schweizerischen Samnaun verbunden – ein Freizoll-Gebiet, was Ischgl eine einzigartige Einkaufsdimension gibt. Das Pistennetz umfasst rund 240 Kilometer, von breiten, komfortablen Hängen bis zu anspruchsvollen schwarzen Abfahrten im Bereich Palinkopf. Ischgl ist auch für seine spektakulären Top-of-the-Mountain-Konzerte bekannt: Weltklasse-Acts wie die Rolling Stones oder Elton John haben auf dem Gipfelplateau gespielt. Das Après-Ski – insbesondere in der Kuhstall Bar und den zahllosen Bars im Ort – ist episch und zieht ein junges, internationales Publikum an.

4. Sölden, Tirol

Sölden liegt im Ötztal und ist ein Ganzjahreskigebiet dank zweier angeschlossener Gletscher – Rettenbach und Tiefenbach – die auf über 3.250 Metern auch im Sommer Skifahren ermöglichen. Das Hauptgebiet umfasst über 140 Kilometer Pisten auf einer Höhe von 1.350 bis 3.340 Metern, wobei die Abfahrten vom Gaislachkogl und Rettenbachferner zu den anspruchsvollsten Österreichs zählen. Sölden richtet alljährlich den Auftakt des alpinen Ski-Weltcups aus – der Riesenslalom am Rettenbachferner ist traditionell das erste Rennen der Saison. Der Ian-Fleming-Film Spectre hat Sölden durch die Szenen im Bergrestaurant 007 Elements weltbekannt gemacht. Das Après-Ski im Ort ist pulsierend, mit der Fire-and-Ice-Show in der Animationsshow.

5. Saalbach-Hinterglemm, Salzburg

Saalbach-Hinterglemm liegt im Glemmtal und bildet gemeinsam mit Leogang und Fieberbrunn das Skigebiet Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn – eines der größten der Alpen mit über 270 Kilometern Pisten. Der Skikreis rund um das Saalbach-Tal ist legendär: Man startet morgens am Kohlmaiskopf und fährt über den Schattberg auf die Hinterglemmer Seite und zurück, ohne die Skier abzuschnallen. Das Gelände bietet für jeden Fahrkönnen etwas, mit einem deutlichen Übergewicht an roten und blauen Hängen, die für Familien und Mittelstufe-Skifahrer ideal sind. Das Nachtleben in Saalbach – insbesondere der berühmte Hinterhagalm-Stall – ist legendär und macht das Tal zu einem der meistbesuchten Après-Ski-Gebiete Österreichs.

6. Stubai Glacier, Tirol

Der Stubaier Gletscher ist das größte Gletscherskigebiet Österreichs und bietet als einziges Skigebiet im Land eine verlässliche Ganzjahres-Saison. Das Gebiet liegt südlich von Innsbruck auf einer Höhe von 1.750 bis 3.210 Metern und umfasst rund 110 Kilometer Pisten, die ausschließlich auf dem Gletscher und den angrenzenden Hochflächen liegen. Der Gaisskar-Sektor bietet ausgezeichnete Freeriding-Möglichkeiten, und der Terrain-Park ist einer der besten Hochalpin-Parks Europas. Die Nähe zu Innsbruck – nur 45 Minuten mit dem Stubaital-Bus – macht den Stubaier Gletscher zum bequemsten Gletscherauflug Österreichs. Im Herbst und Frühsommer ist der Gletscher Trainingsrevier für zahlreiche Nationalkader aus aller Welt.

7. Mayrhofen, Tirol

Mayrhofen liegt im Zillertal und ist eines der populärsten Skigebiete Österreichs für britische und nordeuropäische Gäste. Das Skigebiet Mayrhofen-Hippach umfasst rund 160 Kilometer Pisten auf einer Höhe von 630 bis 2.500 Metern. Die schwarze Harakiri mit einem maximalen Gefälle von 78 Prozent ist die steilste präparierte Piste Österreichs und eine ernste Herausforderung für die Besten. Das Zillertal bietet einen der komplettesten alpinen Aufenthalte Tirols: Mayrhofen, Hintertux Gletscher (ganzjährig geöffnet), Zell am Ziller und Hochfügen sind alle Teil des Zillertal SuperSkiPass. Das Après-Ski im Mayrhofen ist für seine Intensität bekannt, insbesondere das Après-Ski der Aprés Ski Bar Iceland.

8. Lech-Zürs am Arlberg, Vorarlberg

Lech und das unmittelbar benachbarte Zürs gehören zum Arlberg-Verbund, haben aber einen eigenständigen Charakter, der sie von St. Anton deutlich unterscheidet. Das Gebiet ist ruhiger, exklusiver und international bekannt als bevorzugter Winterurlaub des niederländischen und deutschen Hochadels – König Willem-Alexander und Prinzessin Beatrix der Niederlande fahren seit Jahrzehnten in Lech Ski. Das Terrain bietet vorzügliche rote und schwarze Hänge auf einer Höhe von 1.450 bis 2.450 Metern, und das Weisse Ring – eine Tourenabfahrt durch das gesamte Lech-Zürs-Gebiet – ist eine Alpine Klassiker. Lech hat den Ruf als eines der besten Guiding-Destinations der Alpen für Offpiste-Enthusiasten.

9. Obergurgl-Hochgurgl, Tirol

Obergurgl liegt auf 1.930 Metern im hinteren Ötztal und ist damit eines der höchstgelegenen Dörfer der Alpen mit einem vollständigen Hotelangebot. Das Skigebiet reicht auf den Hohe Mut auf 2.670 Meter und bietet rund 110 Kilometer Pisten. Was Obergurgl auszeichnet, ist die Schneesicherheit: Die Höhenlage und die nordöstliche Exposition sichern hervorragende Verhältnisse von November bis April. Das Gebiet ist seit Jahrzehnten als familiäres, gepflegtes Resort bekannt, ohne die Masseninfrastruktur und das laute Après-Ski der Nachbargebiete. Hochgurgl, ein kleines Weiler auf 2.150 Metern, ist über eine Kabinenbahn verbunden und bietet steile, nordorientierte Hänge mit besonders guter Schneequalität.

10. Schladming, Steiermark

Schladming ist das Skigebiet Österreichs, das am stärksten mit dem Ski-Weltcup assoziiert wird – das Nightrace auf der Planai, ein Nacht-Slalom vor über 40.000 Zuschauern, ist eines der emotionalsten Events im Weltcupkalender. Die Vier Berge Skischaukel verbindet Schladming, Rohrmoos, Reiteralm und Hochwurzen zu einem Gebiet mit über 120 Kilometern Pisten auf einer Höhe von 745 bis 1.900 Metern. Das Terrain ist vorwiegend mittelsteil, für Familien und Fortgeschrittene gleichermassen geeignet. Das Après-Ski in Schladming – insbesondere die legendären Bars auf der Planai – ist ein Fixpunkt der österreichischen Skiszene.

Praktische Informationen

Die Hauptsaison in den Österreichischen Alpen läuft von Dezember bis April. Wichtige Anreisepunkte sind Innsbruck (Arlberg, Sölden, Mayrhofen, Ötztal), Salzburg (Kitzbühel, Saalbach) und Wien (Schladming). Die Autobahnen erschließen alle großen Gebiete direkt, und Innsbruck hat Direktflüge aus den meisten europäischen Städten. Tageslifte kosten in den Premiumgebieten zwischen 50 und 70 Euro, regionale Kombi-Pässe bieten besseren Wert für Aufenthalte von mehreren Tagen. Alle Gebiete mit aktuellen Pistenöffnungen und Schneehöhen finden Sie auf unserer interaktiven Karte öffnen.